Linksparteiler_innen gegen „Zionistenschweine“

Folgendes wurde mir aus sehr glaubwürdiger Quelle von einem Genossen berichtet. In Rücksprache mit ihm veröffentliche ich es.
Nachdem es schon bei dem Kongress der Linkspartei-Hochschulgruppen vor einiger Zeit zu Auseinandersetzungen kam (waity berichtete), ist es jetzt wieder im Anschluss an ein Treffen dieser Vereinigung zu einem Vorfall gekommen. Hier nun der Bericht.

Am Wochenende fand in Frankfurt an der Uni der Gründungskongress eines bundesweiten Hochschulgruppenverbandes der Linkspartei statt. Gerade die Hochschulgruppe der „Linken“ in Frankfurt besteht nun hauptsächlich aus Mitgliedern von Linksruck, die schon des öfteren durch antisemitische Agitation und gewalttätige Übergriffe aufgefallen sind. Als am Freitag Abend zwei Genossen (ohne an dieses Gruseltreffen zu denken) an der U-Bahnstation an der Uni ausgestiegen sind, um zu einer Party im Studierendenhaus zu gehen, riss ein Genosse aus oben genannten Gründen ein Plakat der Linkspartei ab. Danach gingen sie zu einer Bank in der Nähe und ca. 5-10min später wieder zurück zur Bockenheimer Warte (das ist direkt an der Uni). Dort warteten 3 Linksparteiler_innen/Linksruckies auf sie, von denen einer (Name bekannt), der schon häufig durch sein Hamas-Fandom sich hervorgetan hat und wörtlich „Palästina von den Juden befreien“ will, sofort begann sie zu bezichtigen, das Plakat abgerissen zu haben, was sie auch nicht leugneten. Sie gingen einfach weiter und ließen ihn brüllen. Dann kam er ihnen hinterher, brüllte „Ihr Zionistenschweine, ihr Zionistensäue, ihr seid Faschisten“. Schließlich holte er sie ein mit Gebrüll wie „ich hau euch auf´s Maul, ich reiß euch den Arsch auf“ ein und schrie immer wieder „Zionistenschweine“. Außer ihm waren noch zwei Frauen der Linkspartei zugegen. Dann machte er seine Drohung war und schlug auf einen Genossen ein und versuchte ihn zu treten. Auch den anderen schlug er einmal ins Gesicht (allerdings nicht sehr hart). Bei dem Versuch ihn wegzustoßen, stellte sich sofort eine Linksparteiler_in dazwischen und brüllte sie an, dass sie gewalttätig wären, warum sie denn „Linke“ bekämpfen würden und nicht Nazis usw. Der Typ drohte weiter, schrie, dass er noch viel mehr Leute holen würde. Welch merkwürdige Wahrnehmung der Realität die Linksruckies haben, zeigt sich daran, dass sie das Abreißen eines Plakats als faschistische Gewalt bezeichnen, das Schlägern aber nichts mit Gewalt zu tun haben soll. Den Genossen wurde das zu dumm und sie sind in Richtung Party gegangen, wo sie dann nicht mehr gefolgt sind.
Vor dieser Gewalt, die von den Kadern der Frankfurter Hochschulgruppe der Linkspartei ausgeht, ist zu warnen (auch wenn es in diesem Fall glimpflich und ohne Verletzungen ausgegangen ist). Sie ist kein auch nur irgendwie geartetes emanzipatorisches Projekt, sondern ein Organisationsforum für Antisemiten.


14 Antworten auf „Linksparteiler_innen gegen „Zionistenschweine““


  1. 1 Lathandir 08. Mai 2007 um 11:24 Uhr

    Dass die Linkruckler nicht nur in Frankfurt gerne den Übergang zur Kritik im Handgemenge machen, ist ja bekannt. Aber Dein Artikel ist ebenso in Zweifel zu ziehen, weil ebenso ziemlich bekannt ist, wie sich Menschen aus der sog. „antideutschen“ Szene gerne als Opfer präsentieren, wo sie den Übergang von gesprochener Kritik zur physischen Kritik nicht minder drauf haben.

  2. 2 LINKE.SDS 09. Mai 2007 um 21:47 Uhr

    Wer war so cool, wer hat da feste zugehauen? Der kriegt von mir das nächste Mal ein Bier spendiert!

  3. 3 ddd 12. Mai 2007 um 16:14 Uhr

    Schade, dass ihr deutschen Rassisten nicht mehr aufs Maul bekommen habt – vielleicht beim nächsten mal.

  4. 4 Raiko 18. Mai 2007 um 14:47 Uhr

    Zettel abreissen ist wie Bücher verbrennen!

  5. 5 Alexander Schmidt 23. Mai 2007 um 17:44 Uhr

    @ddd

    Ach Jottchen, ein Brülläffchen droht mit Gewalt, weil sein Spatzenhirn die Krise der eigenen Denke nicht bewältigen vermag. Schön, dass sie sich so outen. Spießer!

  6. 6 Unas 01. Juni 2007 um 0:01 Uhr

    Jaja, dass sind also die Rassisten. Wer will hier denn die Juden ins mehr treiben?
    Aber ihr werdet nicht immer mehr sein. Feige Säue!

  7. 7 "Woody Allen" 24. Juni 2007 um 14:03 Uhr

    Gut, „Antinationale“ sind nicht gerade als besonders friedfertige Menschen bekannt. Erinnert sei an die „Fahnenattacke“ von Hamburg oder an den Übergriff auf einen jüdischen Anarchisten aus Israel, der für einen Araber gehalten wurde (vielfach auf indymedia gepostet).

    Trotzdem sind solche Berichte wie der oben absolut glaubhaft. Denn, dass Linksruck mehr oder weniger subtile Gewaltmethoden gegen tatsächliche oder empfundene Gegner anwendet, die in ihrer Form eher an die Methoden von scientology erinnern, ist nichts neues. Nicht umsonst wird Linksruck als Politsekte bezeichnet.

    In den eigenen Reihen wurde, bereits als Linksruck noch S.A.G. (Sozialistische Arbeiter Gruppe) hieß, mit psychischer Gewalt gegen „Abweichler“ vorgegangen um sie aus der Organisation zu mobben. Zum „Arsenal“ des Linksruck-internen Mobbings gehören üble Nachrede und Intrige sowie die vernichtende Kritik im „persönlichen Gespräch“ mit dem Kader im Stil der „Kritik und Selbstkritik“ der westdeutschen K-Gruppen, zum Beispiel wegen tatsächlicher oder konstruierter abweichender Auffassungen – oder ganz simpel mit dem Vorwurf: „Du hast zu wenig Zeitungen verkauft“.

    Wer auf indy in Anmerkungen zu Beiträgen über die trotzkistische Drückerkolonne „Linksruck“ recherchiert, stößt auf den bekanntesten Fall: „Robert“. Ein Berliner Linksruck-Hipp-hopper, der sich ca 2000 umbrachte. Offiziell war im „Linksruck“-Zeitung Nachruf von Geldproblemen die Rede, die Robert sich wegen seiner zahlreichen Strafverfahren wegen seiner Militanz zugezogen hatte. Für ehemalige Genossen war dagegen ausschlaggebend das massive Mobbing durch die eigenen KaderInnen(!), mit der Robert in die psychische Isolation gedrängt wurde („erscheint nicht mehr zu Versammlungen, verkauft keine Zeitungen, nimmt Drogen“. Robert wurde schließlich im stark verwesten Zustand in seiner Wohnung gefunden.

    Mitte der 1990er entrierte Linksruck die Jusos, während zeitgleich die trotzkistische Konkurrenz SAV ihre Phase des Entrismus bei den Jusos beendete. Das wollte Linksruck wohl beschleunigen: In Köln wurden SAVler nächtelang mit angeblich bestellten Taxis genervt. (recherchiert Ende der 1990er Jahre im Internet in Beiträgen von Jusos.)

    Bekannt ist auch ein Vergewaltigungsfall in den eigenen Reihen Anfang der 1990er in Hamburg, der von der Hamburger Führung gedeckt wurde, sowie die „Bunny-Partys“ führender Kader mit weiblichen Jungmitgliedern in München Mitte/ Ende der 1990er. (Gefunden in einem Eintrag zu „Linksruck“ auf wilkipedia, der vor einiger Zeit wieder gelöscht wurde.)

    Jüngstes Beispiel für gewaltätiges Vorgehen des Linksruck gegen ihre Gegner ist eine Versammlung der Berliner WASG-Bezirksgruppe „Mitte“ (Mitte und Wedding) im vergangenen Frühjahr (2007). (Der renitente Berliner Landesverband der WASG wurde einen Tag vor dem Fusionsparteitag vom Bundesvorstand der WASG aufgelöst.) Der Wirt des Versammlungslokals im Wedding sah sich gezwungen die Polizei zu rufen, die die Versammlung beenden mußte um eine Schlägerei zu verhindern. Die Auseinandersetzungen zwischen den Befürwortern einer Fusion mit der Linkspartei = in „Mitte“ überwiegend Linksruckmitglieder, und den Fusionsgegnern in „Mitte“ = überwiegend SAV, hatte zu einer lautstarken Auseinandersetzung geführt. In Verlauf dessen, so Zeugen, bedrohte das bekannte Linksruck Mitglied Ahmed Shah mit zwei weiteren seiner Genossen physisch die Versammlungsleiterin Anne Engelhard, Verordnete des Bezirksparlaments und Mitglied der SAV, um diese zum Abbruch der Versammlung zu zwingen.

    Linksruck konnte also den Abbruch der Versammlung durch die Polizei als erfolgreiche Anwendung einer neuen Methode gegen ihre Gegner verbuchen.

    Ahmed Shah, vom verstorbenen SWP (britische Socialist Workers Party)-Führer Tony Cliff Mitte der 1990er als einer der führenden Deutschland-Kader betrachet und von ihm daher gefördert, ist heute in Berlin bekannt als Co-Leiter einer Theatergruppe für arabischstämmige migrantinische Jugendliche in Berlin-Moabit. Die Arbeit des Projektes steht in der Kritik der Antisemitismus-Forschung. Es gab dazu eine „kleine Anfrage“ der FDP im Abgeordnetenhaus. (Recherchiert wurde dazu intensiv von einschlägigen Institutionen in Berlin, die sich mit Antisemitsmus beschäftigen.)

  8. 8 rosa 09. Juli 2007 um 22:08 Uhr

    Ich recherchiere gerade ueber Sekten und Methoden der psychischen Kontrolle. Dabei bin ich auch auf Artikel zur Polit-Sekte um Lyndon LaRouche gestossen. (Hierzulande ueber den Ableger „Neue Solidaritaet“ bekannt.)
    Link dazu: http://www.freedomofmind.com/resourcecenter/groups/l/larouche-movement/brainwashing-and-lyndon-larouche/ (englisch)

    Gleichzeitig mache ich mir seid einiger Zeit oefter Gedanken darueber wie sich meine Einstellung zur Nahost-Situation und zum palaestinensich-isrealischen Konflikt in den letzten Jahren veraendert hat… Heute stehe ich oft entsetzt vor meinen frueheren antizionistischen und „antiimperialistischen“ Ansichten und bin fassungslos darueber wie sehr ich die anti-israelische Propaganda frueher geglaubt habe. – Und wie ueberhaupt aus einem pazifistisch gesinnten weltverbesserischen jungen Menschen voller Ideale waehrend seiner „politische Zeit“ so ein hasserfuellter, unsicherer Zeitgenosse werden konnte…

    Und da kam mir in den Sinn dass ein guter Teil meiner politischen Sozialisation im „Linksruck“ stattgefunden hat. Ich war nie ein sehr aktives Mitglied gewesen, wohl auch weil ich selbst zu viel dachte und zu viele unbequeme Fragen stellte, fuehlte mich aber dennoch dem „Linksruck“ zugehoerig, verkaufte die Zeitung, ging zu Ortsgruppentreffen und zum „Marxismus-Kongress“ nach Frankfurt…

    Immer wieder habe ich damals und auch spaeter gehoert, dass der Linksruck eine Sekte sei. Ich nam das nicht weiter ernst, dachte das sei mehr so im Sinne von „linke Kleingruppe“, „Abspaltung“, „kleiner als die SPD oder PDS“, gemeint, oder einfach Zynismus von konkurrierenden Gruppierungen… Auch dass eine Bekannte von mir die viel staerker und laenger beim Linksruck aktiv gewesen war spaeter selbst von „Ausstieg“ und „Sekte“ im Bezug auf den Linksruck sprach kam mir mehr wie eine starke Metapher vor.

    Aber wenn ich den Text ueber die LaRouche-Organisation lese kommt mir doch manches (wenn auch bei weitem nicht alles) vom Linksruck her bekannt vor. (Und auch LaRouches „Partei“ hat mal offiziell links angefangen.)

    Mal sehen was sie Suchmaschine zum Thema „Linksruck Sekte“ noch so alles ausspuckt…

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