Archiv für August 2008

die 1980er vs. die schweiz

eine veranstaltung steht ins haus, die einiges an unterhaltungswert bieten könnte. zunächst mal der einladungstext:

*Zusamme*

*ngesetzt*

Seit 2006 hat sich im Zuge der Debatte um die Friedensdemonstrationen anlässlich des Libanonkrieges ein längst veraltet geglaubter Streit in Frankfurt wieder belebt: Vermeintliche und tatsächliche „antideutsche“
und „internationalistische“ Positionen wurden mehr oder weniger vernünftig debattiert, zuletzt mit unsachlichen Pöbeleien auf sich aufmerksam gemacht. Da eine nüchterne Auseinandersetzung für eine linke Perspektive dennoch notwendig ist, soll mit dieser Veranstaltung ein Raum geöffnet, Unterschiede benannt und Positionen diskutiert werden.
Das Café Antisistema und die autonome antifa [f] werden — moderiert vom Café ExZess — ihre Verständnisse von Kritik, Politik und Praxis vorstellen, um anhand dieser öffentlich und konstruktiv mit Euch über die linksradikalen Wetteraussichten sprechen zu können.

*Diskussionsveranstaltung *

am Mittwoch, 3.9., 20^ Uhr, Café ExZess

die in diesem sprachlichen kunstwerk angesprochene „debatte“ begann mit einem papier der antifa f zur friedensbewegung, woraufhin die rödelheimer antiimp-vereinigung s.o.s. (auch bekannt als zusammen e.v.) sich genötigt sah, ihr weltbild der öffentlichkeit darzulegen, was wiederum von der sinistra auseinandergenommen wurde. wen es interessiert: nachzulesen ist alles hier.
sah es damals so aus, als würde die f ihre position als schweiz der frankfurter linken (ich glaube waity hatte diese bezeichnung „erfunden“) zumindest ein stück weit aufgeben, was sich allerdings als trugschluss heraustellte. nun ja, in den teilen der die 1980er jahre konservierenden linken (die das café antisistema, von einigen auch liebevoll als café antisemita bezeichnet, betreiben) gilt die f merkwürdigerweise als antideutsch. da vor einiger zeit mal wieder der konflikt etwas hochkochte, problem child berichtete, kam damals irgendwer auf die idee, antideutsche positionen doch mal zu diskutieren. diese veranstaltung dürfte das ergebnis dessen sein. leider kann ich nicht hingehen, aber ich bin gespannt auf die berichte. mal schauen ob es kracht oder sich alle am ende ganz lieb haben. in der sprache des einladungstextes ausgedrückt: gewitter oder sonnenschein? oder doch einfach nur bewölkt, d.h. langweilig und nervtötend? we will see…

selbstversuch

sonntags saufen macht den montag auch nicht besser!

antisemitische sprüche an der uni frankfurt

im so genannten turm, dem gebäude der gesellschafts- und erziehungswissenschaften gibt es ein selbstverwaltetes café namens tuca im exil (das eigentliche tuca wurde vor ein paar jahren geräumt). im letzten semester trafen sich dort desöfteren schon bekannte antisemiten aus der linken.sds. mit ihrem auftreten vermehrten sich schon „hamas“-tags in den aufzügen. nun sind semesterferien und das café hat sommerpause. dies wurde offensichtlich genutzt. während im café selbst sich einigermaßen zurückgehalten wurde („gegen zionismus“, „peace for palestina“ (sic!)) gab es im klo kein halten mehr:

klar auch von wem die „lüge“ denn in die welt gesetzt wurde:

und auch klar wo die nazis heute zu finden sind:

daraus kann dann nur folgen:

da sonst keine hakenkreuze oder ähnliches zu sehen waren, lässt dies nur den schluss zu, dass es sich bei den urhebern dieser scheiße um keine „echten“ nazis handelt, sondern um antiimps, die mal ganz offenlegen, was in den tiefen ihres kümmerlichen bewusstseins sich abspielt. neben dem dokumentierten gab es auch noch einen haufen „fuck zionism“-sprüche und anderes.

hingehen!

in frankfurt wurde mal wieder was besetzt und nicht sofort geräumt. aber noch kann alles passieren. also entweder hier infos checken oder am besten direkt mal vorbeigehen. fotos vom haus gibt es hier.

der nächste schritt der regentrification ist getan :)