Archiv für Februar 2009

sexy kommunismus?

„ich weiß zwar nicht worum es geht, aber ich mach mit !

„sei ein futurist!“

eine kleine broschüre mit dieser überschrift ist mir der dm-drogerie aufgefallen. das ganze ist wohl eine kampagne „von dm und der deutschen unesco-kommission zum thema nachhaltigkeit“. zukunft und ökologisches mitmachen im kapitalismus, nichts ungewöhnliches. wäre da nicht die aufforderung „ein futurist“ zu sein. das futuristische manifest von 1909ist ja nach zeev sternhell neben dem traktat über die gewalt von sorel eine der inspirationsquellen des italienischen faschismus. so kunst- und geschichtsblind schreiten sie voran, beim „projekt 1000×1000″ (so heißt das ding, welches auffordert ein futurist zu werden). naja hautpsache zukunft.

gegen diesen kapitalapologetischen ökomist hilft alter punk am besten:

zur geschichte der ig farben

ich war zufällig mal wieder im ig-farben-haus, in dem ja die uni frankfurt residiert. dort gibt es ausstellungstafeln an den wänden, die sich mit der geschichte des ig-farben-konzerns beschäftigen. die überschrift des folgenden stieß mir dann doch ins auge, denn sie steht so exemplarisch für den umgang der universität mit der vergangenheit:

dann kann es ja gar nicht so schlecht gewesen sein.