Archiv für März 2009

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Naziaufmarsch am 1. Mai in Mainz zum Desaster machen

Der Aufruf findet sich hier!

gemischtes der letzten woche

deutsche jugend:

Noch viel weiter verbreitet sind rechtsextreme Denkweisen. Dem Satz „die meisten Ausländer sind kriminell“ stimmten 39,2 Prozent zu. „Durch ihr Verhalten sind die Juden an ihren Verfolgungen nicht ganz unschuldig“ unterschrieben 14,7 Prozent. Nahezu jeder dritte (29,7 Prozent) findet, es gebe „zu viele Ausländer in Deutschland“. Die Auswertung ergab: 40,4 Prozent sind ausländerfeindlich, 14,4 Prozent – also jeder siebte – sogar „in hohem Maße“. Als sehr ausländerfeindlich mit rechtsextremem Verhalten stuften die Forscher 8,2 Prozent der Befragten ein (fr)

deutsche männer:

Sie haben die Männer auch danach gefragt, ob Gewalt für sie ein geeignetes Mittel zur Lösung von Konflikten sein kann. Was haben sie erfahren?
Einige Männer glauben, dass die weiße Rasse anderen überlegen ist oder dass Männer Frauen überlegen sind. Manche sind der Meinung, dass man Kinder auch mal schlagen muss, damit sie zur Vernunft kämen; oder, dass eine Frau, die vergewaltigt wird, im Zweifelsfall den Mann provoziert hat.
Wo liegen die Ursachen der Gewaltbereitschaft?
Salopp ausgedrückt handelt sich um den Typus des Radfahrers, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Diese Einstellung hat übrigens bei beiden Geschlechtern zugenommen, bei Männern allerdings stärker. (fr)

deutsche strukturen:

Die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen hat sich in Deutschland keineswegs verkleinert – im Gegenteil: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat Ergebnisse veröffentlicht, wonach die Löhne heute mehr auseinanderklaffen als in den neunziger Jahren. „Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen sind in Deutschland stärker verfestigt als in anderen Ländern“, sagt IAB-Forscher Hermann Gartner. Es sei das einzige Land in Europa, das bereits vor zehn Jahren eine überdurchschnittliche Lohnungleichheit aufwies und diese Differenz seither noch vergrößerte. spon

deutsches leid:

Auch Jochen-Konrad Fromme, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Niedersachsen, streichelt den Vertriebenen über den Kopf. „Wir sind für ihre Interessen ein Fels in der Brandung, und lassen uns auch nicht von den Stürmen des Alltags abbringen.“ Fromme bezeichnete die Vertreibung der Deutschen gar als „größte demografische Umwälzung des 20. Jahrhunderts“ (stern
Die Bundeskanzlerin war genau in dem Augenblick zum Kongress gestoßen, als der Publizist Hellmuth Karasek unter großem Applaus forderte, deutsche Regierungsvertreter müssten sich „absurden polnischen Äußerungen gegenüber stärker zur Wehr setzen“. (…) Auf dem Fraktionskongress hat gleich zu Beginn der Tagung der Fraktionsvorsitzende den Ton vorgegeben. Volker Kauders Eltern wurden aus dem jugoslawisch-ungarischen Grenzgebiet vertrieben. Er erfuhr erst sehr spät, wie seine Tante als Zwölfjährige in einem Sarg nach Deutschland gebracht wurde. Kauder ließ keinen Zweifel daran, wie er die Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa eingeordnet sehen will. An den Erlebnissen der deutschen Juden, so Kauder, habe man schon lange vor Kriegsende sehen können, in welches Unglück einen die Vertreibung aus der Heimat stürze. Es dürfe keine Umschreibung der Geschichte geben, „der Nationalsozialismus war die Ursache von Flucht und Vertreibung“. Trauer gehöre aber zur Kultur eines Volkes. (welt)

zusammenfassung: hochkonjunktur für autoritäre deutschnationale männer.

überall nur krise…

..aber es machen ja leute was dagegen. waity hat auch schon über die alltägliche scheiße der disziplinierung – oder dass auf arbeit nicht onaniert werden darf – geschrieben und eine disko über nackt-in-der-wg-rumlaufen ausgelöst, aber den aufruf dieser jung-dynamischen gruppierung gelobt („sehr nett zu lesen“), aber ihren drang, mülltonnen zweckzuentfremden als nicht sachdienlich kritisiert.

attac wiederum freut sich auf einen familienausflug:

Wir haben in Frankfurt was zu sagen, zu kritisieren, dem Status Quo entgegenzustellen. Nutzt die Gelegenheit der Busanreise, um euch über die verschiedenen Positionen zum Thema Krise auszutauschen. Gerade bei bunt gemischten Busgruppen ist das sehr spannend und stimmt uns auf die Protest gut ein. Überlegt euch im Bus auch einfache Methoden, mit denen Ihr Schwung in die Demo bringt (z.B. Sprechchöre, spontane Tanzeinlagen etc.).

„überlegt euch spontane tanzeinlagen“ – mmhh, ich werde mir das schauspiel dann doch anschauen müssen, denn verwirrte attacies, die vorher lang überlegte tanzeinlagen spontan auf der straße darbieten, verspricht zumindest einen kleinen spaßfaktor. vielleicht, sollte man noch detlef d. soost vor den attac-block stellen, dass er die tänzer_innen aus der demo rausschmeißt, die nicht kritisch genug gegen steuerschlupflöcher tanzen.
sehr überzeugend ist ebenfalls die vorbereitung auf den umgang mit der polizei, die ja bei demos, bei denen auch die mülltonnenzweckentfremdenden gruppierungen auf ihre gelegenheit warten, besonders hilfsbereit und zurückhaltend sein wird.

Es ist sinnvoll, wenn ihr eure Busse nach außen gut sichtbar mit dem Demoplakat im Fenster kennzeichnet. Dann weiß die Frankfurter Polizei, wo ihr hin wollt und das Anreisekonzept ist leichter.

ganz wichtig auch, die leute nochmals zu informieren, wo sie hinfahren, und was sie tanzend darstellen sollen, ohne von „d.“ der demo verwiesen zu werden:

Auf einen Blick: Bitte im Bus ansagen:

* Infos: Was kritisieren wir, was wollen wir anders, warum fahren wir zur Demo?

als ob die antworten nicht klar wären: nichts, kapitalismus nur bitte etwas kuschliger, tanzend unsere dummheit darstellen.

also, mich hat das überzeugt.

dat is kunst, dat raffste nie

keine lust, was zu schreiben, also musik: