Archiv für Oktober 2009

dumm, dümmer, rote fahne

auf der website der„roten fahne“ ist auch ein bericht zum gestrigen club voltaire-spektakel veröffentlicht. er fasst sehr schön das paranoide weltbild seines schreibers zusammen. schon die überschrift ist sehr hübsch: „Das Imperium schlägt zurück – und schickt seine neue SA“. er schreibt, dass die veranstaltung „angegriffen“ worden wäre, elias davidson wäre auch von antideutschen „angegriffen“ worden, die kritiker_innen der veranstaltung werden zu „gewalttätern“ stilisiert und selbstverständlich nochmals als „sturmabteilung der imperialen rechten“ bezeichnet. gleichzeitig während bekennende nazis in berlin bei der abschlusskundgebung einer demo “die Antifaschisten, denen wir heute gegenüberstanden” zur “Schutzmacht des internationalen Kapitals” erklärten. ein schelm, wer hier eine übereinstimmung entdeckt. zurück zum gestrigen abend:
wenn der protest denn so gewalttätig war, warum konnte dann davidson wie unten berichtet sich 10 minuten lang beschweren, inmitten unter den gewalttätern der neuen sa? warum konnte einer – ich nehme an es war der schreiberling der roten fahne – bis auf gelächter und ein paar kritische schreie zu ernten, unbehelligt durch die reihen der neuen sa marschieren und seine leier vom faschistischen zionismus ablassen?
vielleicht sollte er lieber nochmal die methoden der historischen sa studieren, die sicherlich nicht mit flugblättern gegen antisemitismus, homphobie und sexismus agitiert hat. auch hat die historische sa meines wissens nach nicht allzu häufig bei arbeiterläden im vorfeld von veranstaltungen die diskussion gesucht.
naja, komisch, dass bei dieser gewalttätigkeit der club voltaire heute noch steht. das müssen „wir“ jetzt leider irgendwie dem imperium erklären, wie denn eine solche nachlässigkeit vorkommen konnte.

kurzer bericht vom spektakel

gestern also spielte die bandbreite, eingeladen von den pathischen projektoren der arbeiterfotografie, im frankfurter club voltaire. der einladung zur veranstaltung folgten wohl so ca. 80 leute, größtenteils das typische hip-hop-publikum, also ältere menschen. böse könnte man sagen, es handelte sich um einen ausflug des altersheims raf-sympathisantensumpf. aber damit würde dem raf-sympathisantensumpf unrecht getan, so debil wie sich einige dort aufführten. zur friedlichen blockade sammelte sich die „linke sa“ (elsässer) mit [edit.]1 ca. 100 teilnehmer_innen. da die blockade friedlich sein sollte, wurde darauf verzichtet, die leute körperlich davon abzuhalten, in den club voltaire zu gelangen. so konnten sich also auch die freund_innen ahmadinejads fröhlich mitteilen. einer lief herum und rief die ganze zeit „ihr seid die laufburschen der imperialen rechten“ sowie „zionismus ist faschismus“, während elias davidsson sich 10 minuten darüber auslies, dass er nicht sprechen dürfe, ein schöner performativer selbstwiderspruch. er betitelte die kritiker_innen als „faschisten“, und, ich glaube auch er war das, bin mir allerdings nicht mehr ganz sicher, sagte sinngemäß, die kritiker_innen würden wie die nazis gegen die kunst vorgehen.
auch wojna ließ sich blicken und stimmte in den chor ein: „kunst darf alles“. jawoll! auf die bestimmt vorgetragene kritik, er paktiere nachweislich mit rechten, und sei ein homphober sexist, zeigte er sein t-shirt mit dem aufdruck „kein sex mit nazis“ (so auch ein songtitel der bandbreite) und rief so was wie „seht ihr das, was soll ich denn noch machen, damit ihr merkt, dass ich kein nazi bin?“ nun denn, wie wäre es damit, sich zu verkriechen? auf jeden fall bin ich zu dem schluss gekommen, dass, gäbe es einen duden, der worte mit bildern illustriert, neben dem wort „dummheit“ ein bild wojnas prangen müsste – siehe auch „wahn“.
als der ehemalige vorsitzende des club voltaires eine rede hielt, sammelten sich arbeiterfotograf_innen hinter ihm, und hielten lustige schilder mit dem aufdruck „hexenjagd gegen aufklärung“ und „handlanger des imperialismus gegen aufklärung“ hoch. leider fand sich nicht genug holz und reisig für die scheiterhaufen, so dass die arbeiterfotograf_innen sich weiterhin selbst lächerlich machen durften.
als dann das konzert begann, und einige genoss_innen versuchten reinzugehen, um nochmals die kritik vorzubringen, wurden sie unsanft von den türstehern und besucher_innen daran gehindert. daraufhin wurde die blockade entnervt beendet, dass sich endlich den alkoholischen getränken gewidmet werden konnte, schließlich muss die ganze kohle vom mossad ja auch wieder ausgegeben werden.
fazit: nerviger abend, durchgeknallte antisemiten und durchaus kreative beschimpfungen. jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die diskussion weiterentwickelt. vor allem bin ich gespannt, ob sich die ganzen fotos, welche die arbeiterfotograf_innen permanent machten, demnächst irgendwo finden lassen, ob sie tatsächlich so weit gehen und der anti-antifa die arbeit abnehmen.

update: auf indymedia gibt es einen weiteren bericht.

  1. nach den berichten auf antifa-frankfurt.org und indymedia waren es wohl 100. damit korrigiere ich meine erste schätzung. [zurück]

es wird immer besser

wie schön, dass sich das potentielle publikum der veranstaltung am freitag im club voltaire eifrig zu wort meldet. bei jürgen elsässer, der die „linke sa“ stoppen möchte toben sie sich im sinne ihres volksinitiativenführers fröhlich aus. der club voltaire sei „insbesondere in der Person seines Vorsitzenden, von den Israelischen Propagandisten der Hasbara unterwandert und ferngesteuert“ schreibt ein „rudolf steinmetz“. aber auch die rosa-luxemburg-stiftung wird zum hort der imperialistischen rechten, dank folgenden beweises:

Die Rosa Luxemburg Stiftung scheint sich so langsam in ein schweres Sturmgeschuetz des Finanzkapitals zu wandeln. Wenn man sich mal anschaut, welche Themen dort wie bedient werden, stoeszt man durchweg auf geistigen Giftmuell:
„Antiziganismus“, „Rechtsextremismus“, „Antisemitismus und Kritik an Israel“, „Heteronormativitaet“.
Dabei kein Wort gegen das Finanzkapital, nichts gegen Umverteilung, kein Wort gegen die USA.
Die Stipendiaten kann man auch durch die Bank weg vergessen. Dabei sollte man bedenken, dasz das die Fuehrungselite der Linkspartei von morgen soll.

so ein „h.t.“ in der kommentarspalte. als weiterer „beweis“ werden zwei feministische publikationen der rls angeführt. nunja, antisemitismus und antifeminismus gehören halt zusammen. schließlich werden auch die drahtzieher der kritik an den „verdienten genossen“ der arbeiterfotografie ausgemacht. der klassiker sozusagen:

„Die Stärke der von den Globalisten gesteuerten Linken ist ihre gute Organisation. Sie findet im Hintergrund statt, duch mit Staatsknete bezahlte Funktionäre der Israel-US-Lobby.

auch die „zeitung“ „die rote fahne“ meldet sich zu wort und übernimmt dabei fast wortwörtlich den blogeintrag elsässers, nur unter anderer überschrift: „Laufburschen der imperialen Rechten hetzen gegen Antifaschisten und jüdischen Intellektuellen“. wie links und emanzipatorisch dieses milieu ist, welches der club voltaire da verteidigt, zeigt sich bei der „roten fahne“ auch daran, dass es auf deren seite anti-obama-plakate der amerikanischen rechten runterzuladen gibt. seltsam seltsam.

auch auf indymedia tobt der mob. auch das ist nichts neues, aber die abgründe sind tief. ein kommentator meint zu wissen, dass man juden per gentest erkennen kann:

das ganze antideutsche pack soll sich doch dahin verpissen, wo es ihnen so gut gefällt: nach israel. wie? die lassen euch nicht rein? da muss man per gentest nachweisen, dass man jude ist.“

ah ja. die kritiker_innen werden zudem als „chronisch unterfickte gender-sektiererinnen“ bezeichnet und so geht auch auf indymedia alles seinen antisemitisch-antifeministischen gang.

jean amery schrieb schon 1969: „Die Allianz des antisemitischen Spießer-Stammtisches mit den Barrikaden ist wider die Natur, Sünde wider den Geist“ und dies gilt immer noch.

update: auch cosmoproletarian solidarity hat ein paar aussagen der arbeiterfotografie kritisch kommentiert.

update 2: mittlerweile ist andreas waibel als vorsitzender des club voltaire zurückgetreten. seine erklärung findet sich hier

auf zur nächsten runde

nun hat auch der club voltaire eine stellungnahme zur veranstaltung mit der arbeiterfotografie und der bandbreite veröffentlicht. die autor_innen der stellungnahme kommen zu dem schluss:

Wir – der Vorstand und die Programmgruppe – haben darauf hin die uns zugänglichen Darstellungen und Wertungen der beiden Auftrittsgruppen geprüft, fanden aber keine Texte und Wertungen, die die Angriffe gegen die Beschuldigten bestätigt oder gerechtfertigt hätten.

fragt sich nur, was sie da geprüft haben – viel kann es nicht gewesen sein. vielleicht hat es auch völlig ausgereicht, dass sich die beschuldigten „zur linken zählen“:

Die so Beschuldigten, die in ihrer z. T. Jahrzehnte währenden, vor allem fotografischer Medienarbeit (s. Anhang), sich zur bundesrepublikanischen Linken zählen und entsprechend auftreten (s. Anhang dazu unten), sehen sich durch die Gegner ihres Auftritts im Club Voltaire denunziert und dem Rufmord ausgesetzt.

diese beiden sätze reichen anscheinend aus, um die mit zahlreichen belegen versehene kritik zu diskreditieren. aber gut, wenn der eingangssatz der stellungnahme folgendermaßen lautet:

Aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen hat sich gegen eine Veranstaltung des Club Voltaire am Freitag, den 09. Oktober, eine Frontstellung von einer Reihe – vor allem jüngerer – Leute in Szene gesetzt.

dann kommt vielleicht doch noch ein anderer grund hinzu. da die kritiker_innen als „jüngere leute“ identifiziert werden, scheint es wohl was mit dem alter zu tun zu haben. denn, so die aussage dieses satzes: jung=irrational. da nutzt es auch nichts, vielfache belege anzuführen, man ist halt noch nicht so lang dabei wie die alten hasen und häsinnen der antiimperialistischen genoss_innen. und dagegen kann halt nicht argumentiert werden.

overdose bleibt am ball und wird die weiteren entwicklungen weiterhin dokumentieren.

verschwörungsideologien blockieren

mittlerweile gibt es einen aufruf, die veranstaltung der gruppe arbeiterfotografie und der bandbreite zu blockieren. zusätzlich gibt es hier noch eine längere kritik an der veranstaltung. ich dokumentiere hier den aufruf:

Verschwörungsideologie blockieren!
Kein Raum für Sexismus, Antisemitismus, NS-Relativierung und die irrationale Verzerrung der Wirklichkeit – weder im ›Club Voltaire‹, noch anderswo

Als Gäste, Freund_innen und Mitstreiter_innen haben wir den ›Club Voltaire‹ als Ort der kritischen Auseinandersetzung mit Kapitalismus und Gesellschaft kennen und schätzen gelernt. Umso mehr sind wir entsetzt, dass die Programmgruppe und die Mehrheit des Vorstands ungeachtet der von vielen Seiten vorgebrachten Kritik beschlossen hat, den Club für das verschwörungsideologische Spektrum zu öffnen: Am 9. Oktober soll eine Veranstaltung mit der Gruppe ›Arbeiterfotografie‹, dem Hiphop-Duo ›Die Bandbreite‹ und dem Verschwörungstheoretiker Elias Davidsson stattfinden. Wir werden nicht zulassen, dass den sexistischen, homophoben, antisemitischen und die NS-Verbrechen relativierenden Positionen dieser Spinner eine Plattform gegeben wird. Kommt am Freitag um 18 Uhr (pünktlich!) in die Kleine Hochstraße 5 zur friedlichen Blockade des Club Voltaire!

»es gibt sachen, die sind so falsch, dass nicht einmal ihr gegenteil richtig wäre.« (karl kraus)

Die Gruppe ›Arbeiterfotografie‹ – einst ein größerer Zusammenschluss sozialkritischer Fotograf_innen – propagiert heute nur noch eine traurige Karikatur von Gesellschaftskritik. Auf ihrer Website verbreitet die Gruppe wüste Verschwörungspolemik. Im Zentrum steht eine vermeintliche Schattenherrschaft israelischer und US-amerikanischer Geheimdienste, die etwa für die Anschläge vom 11. September 2001, den Unfalltod des FPÖ-Politikers Jörg Haider oder die jüngste Revolte im Iran verantwortlich gemacht werden. Auch in der NPD und anderen Nazis sieht die ›Arbeiterfotografie‹ – wie auch Elias Davidsson – geheimdienstlich gesteuerte Instrumente.

Die Behauptung einer Allmacht des israelischen Geheimdienstes bedient nicht nur das antisemitische Stereotyp der im Verborgenen herrschenden Juden, sondern geht im Fall der ›Arbeiterfotografie‹ mit der Relativierung von NS-Positionen einher: Diese werden als eigentlich plausible Auffassungen dargestellt, die nur deshalb marginalisiert seien, weil nicht näher benannte Kreise sie systematisch als »rechtsextrem« etikettieren ließen, um so irgendwelche »Enthüllungen« zu unterbinden. Zu solchen »Enthüllungen« zählt die ›Arbeiterfotografie‹ offenbar die von ihr dokumentierten Texte und Plakate zur jüngsten Eskalation im Gaza-Streifen, die laufend israelische Militäraktionen mit NS-Verbrechen gleichsetzen und so die Shoa relativieren. Da passt es ins Bild, dass die ›Arbeiterfotografie‹ auf ihrer Website Texte des Rassisten und Antisemiten Jörg Haider präsentiert.

»alles, was zu dumm ist, um gesprochen zu werden, wird gesungen.« (voltaire) – die bandbreite hat in linken räumen immer noch nichts zu suchen

Der geplante Auftritt des Duisburger HipHop-Duos ›Die Bandbreite‹ ist nicht weniger unerträglich. Indem sie sich als Opfer einer vermeintlichen Kampagne der Mächtigen inszeniert, umgibt sich die Band mit dem Nimbus des Rebellischen, obwohl sie zutiefst rückwärtsgewandte Auffassungen vertritt: Frauen wird in den Texten nur eine einzige Rolle zugestanden – als fleischgewordene Objekte des Verlangens heterosexueller Männer. Der Song »Eingelocht« ist eine kaum verhüllte Vergewaltigungsphantasie, in der sich die zwei Sänger über eine Frau hermachen, die das so nicht will, aber für ihren Ungehorsam brutal »bestraft« wird. In einem anderen Song wird Schwulsein als defizitär dargestellt.

Auch ›Die Bandbreite‹ verbreitet wirre Verschwörungsparanoia und behauptet etwa, die USA hätten den japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 selbst inszeniert, um einen Vorwand für den Einstieg in den Zweiten Weltkrieg zu schaffen. Eine ganze Reihe zeitgeschichtlicher Ereignisse wird in den Songs auf konspirative Aktionen zurückgeführt, schuldig sind natürlich immer: die USA. Angesichts dieses Weltbilds verwundert es nicht, dass ›Die Bandbreite‹ immer öfter auf Nazi-Websites vorgestellt und wohlwollend kommentiert wird. Die Band hat sich zwar identitär, nie aber inhaltlich von Nazis abgegrenzt und 2007 etwa der Rechtsaußen-Zeitschrift Junge Freiheit ein Interview gegeben. Auch ›Die Bandbreite‹ relativieren NS-Verbrechen, indem sie etwa antifaschistische Kritiker_innen, die USA, andere Rapper, »die Chefs« oder den Neoliberalismus wahlweise mit Nazis, Hitler, Faschisten oder der Hitlerjugend gleichsetzen. Selbst sieht man sich eher in der Rolle von im Nationalsozialismus verfolgten Juden, wie in einem Song explizit gesagt wird.

gesellschaftskritik vs. verschwörungsideologie: which side are you on?

In der Veranstaltung im ›Club Voltaire‹ kristallisiert sich eine Entwicklung, die zur Zeit an verschiedenen Orten zu beobachten ist: Im Grenzbereich zwischen ehemals linken Akteur_innen und dem verschwörungsideologischen, rechtsoffenen Spektrum fügt sich zur Zeit einiges zusammen. Manifest wird diese Tendenz etwa in der »Volksinitiative gegen das Finanzkapital« des Linksnationalisten Jürgen Elsässer oder einem Teil des EU-kritischen Spektrums, welcher den Vertrag von Lissabon als Beginn einer faschistischen Ära halluziniert.

Vor diesem Hintergrund ist unsere Intervention beim ›Club Voltaire‹ kein Rückzug in linke Szenekämpfe, sondern eine symbolische Konfrontation mit denjenigen, die kritische Fragen nach der sozialen Wirklichkeit mit irrationalem Stuss beantworten. Denn das große Ganze ist nicht deshalb zu kritisieren, weil es durch eine Verschwörung irgendwelcher konspirativen Kreise hervorgebracht worden wäre, sondern weil es kapitalistisch zugerichtet ist.

access all areas: keine party ohne uns

»Ich fordere alle Antifaschisten dazu auf, sich an der Diskussion und vor allem an dem Auftritt am 09.10. zu beteiligen.« (Marcel W., Die Bandbreite)

Unsere Kritik gegenüber dem ›Club Voltaire‹ haben wir bisher nicht-öffentlich, konstruktiv und auf einer solidarischen Ebene vorgebracht. Einer inhaltlichen Auseinandersetzung sind die Verantwortlichen jedoch bis heute ausgewichen. Kritikpunkte wurden ignoriert, leichtfertig abgetan oder diskreditiert, indem die Integrität der Kritiker_innen angegriffen wurde.

So einfach lassen wir uns nicht zum Schweigen bringen. Die Verzerrung von Gesellschaftskritik zu einer Paranoia der Schattenherrschaft irgendwelcher konspirativen Kreise ist immer eine Zumutung. An einem Ort, der das Erbe der Aufklärung für sich in Anspruch nimmt, ist sie nicht hinnehmbar. »Der ›Club Voltaire‹ gehört geistig allen, die seiner bedürfen. Also vor allem denen, die mithelfen wollen, eine interventionsfähige Linke (…) in Gang zu setzen.« (Club Voltaire, Selbstdarstellung) Wir wollen den Selbstanspruch des ›Club Voltaire‹ als Raum für linke Politik und Kultur verteidigen und werden nicht zulassen, dass er zu einer Plattform für Auffassungen verkommt, die Frauen zu Objekten männlicher Begierde reduzieren, Schwulsein als Defizit ansehen, antisemitische Stereotypen verbreiten und NS-Verbrechen relativieren.
Lasst nicht zu, dass der ›Club Voltaire‹
an verschwörungsideologische Spinner verloren geht!
Kommt zur friedlichen Blockade!
09.10.2009 | 18 Uhr | ›Club Voltaire‹ (Kleine Hochstraße

wahn und aufklärung – arbeiterfotografie und bandbreite im club voltaire

wie schon bei reflexion – auch hier – und derivat zu lesen ist, findet am 9.10. im club voltaire in frankfurt eine veranstaltung der gruppe arbeiterfotografie statt, auf der hiphopcombo die bandbreite auftreten soll – zur bandbreite siehe hier, hier und zum selbst weitersuchen hier.
entgegen aller kritik, die auch vom vorsitzenden des club voltaire geäußert wurde, die auf eine absage der veranstaltung drängte, setzte sich anscheinend der flügel durch, der keine probleme mit gruppen wie der arbeiterfotographie oder der bandbreite hat. nun werden dazu auch die kritiker_innen im internet angegangen und identifiziert, denn wie könnte es anders sein, sie sind zionisten: “ Wie Waibel gehen Zionisten gewohnheitsmäßig gegen ihre Gegner in und außerhalb Israels vor.“ kann bei der steinbergrecherche gelesen werden. und zionisten sind, na klar, nazis: „Andreas Waibel1 der gegen eine Veranstaltung im Frankfurter Club Voltaire vorgeht wie die Nazis gegen Kommunisten und Sozialdemokraten zur der Zeit der Weimarer Republik, ist Mitglied Der Linken in Frankfurt am Main“. so zu lesen bei hartmut barth engelbart. gegen die zionistischen nazis hat nun auch die arbeiterfotografie sich zu wort gemeldet und ein schreiben zur kritik verfasst. darin erklären sie:

Es wird behauptet, wir würden ‘Verschwörungstheorien’ zum Terroranschlag vom 11.
September 2001 propagieren.
Mit dieser Formulierung werden Betrachtungen und Informationen diskreditiert und
gebrandmarkt, die der Frage nachgehen, wer tatsächlich für das Verbrechen
verantwortlich ist. Das Wort ‘Verschwörungstheorie’ dient einzig und allein dazu, einen
Themenkomplex zum Tabu zu erklären, mit dem man sich nicht befassen darf. Das
dient nicht der Aufklärung sondern den Interessen der Mächte, die aus dem Verbrechen
vom 11. September profitieren, indem sie Kriege führen, die ohne den 11. September
nicht so ohne weiteres vermittelbar gewesen wären, und deckt die bisher nicht
bekannten Täter. Ob und wenn ja, welche Geheimdienste daran beteiligt waren, wissen
wir nicht. Aber es muß erlaubt sein, Hinweisen und Indizien nachzugehen, die darauf
hindeuten, daß der 11. September eine False-Flag-Operation gewesen ist.

soso. der vorwurf der verschwörungstheorie dient nur dazu ein tabu zu errichten, was dann ja schön von den wackeren aufklärer_innen der arbeiterfotografie gebrochen werden kann. diese figur des errichteten tabus, welches errichtet wurde (von wem eigentlich? von „den mächten“ wahrscheinlich) um die menschen von der wahrheit abzuhalten, die nur noch von dem mutigen ausgesprochen werden kann, ist eine genuin rechte pc-kritik. dafür, dass sie nicht wissen, ob geheimdienste an den anschlägen beiteiligt waren, lassen sie doch recht eindeutige sätze durch kronzeugen formulieren:

Im Rahmen eines am 13.12.2008 in Köln gehaltenen, vom Deutschen Freidenkerverband organisierten Vortrags mit dem Titel ‚Was geschah wirklich am 11.09.2001?‘ macht der 1941 in Palästina geborene Isländer Elias Davidsson deutlich, daß es mehr als genug Beweise dafür gibt, daß die Anschläge vom 11. September 2001 anders abgelaufen sind, als es von offizieller Seite behauptet wird. Es müssen US-Stellen für den Massenmord verantwortlich sein. Das ist für ihn keine Frage mehr.

das spricht wohl für sich. wer zeit und muße hat, kann sich das restliche geschwurbel zu 9/11 ja auf deren homepage lesen.
aber das ist ja nicht alles. nein, denn, wie es sich für ordentliche linke mit hang zur wahrheitsfindung per tabubruch gehört, wird der tod von jörg haider als politischer mord verhandelt. dort wird behauptet, haider wäre opfer eines anschlags durch westliche geheimdienste und auch gleich ein grund geliefert:

Er nennt den Vorgang, der sich im Dezember 2003 im Irak abgespielt hat und als Festnahme des ehemaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein bezeichnet wird, eine ‚Schmierenkomödie der Amerikaner‘ und ein ‚ziemliches Betrugsmanöver‘. Er bezweifelt, dass die US-Truppen den echten Saddam gefasst haben. [5] In Erwägung zu ziehen, dass ein solcher Vorgang eine propagandistische Aktion sein könnte, ist in bestimmten Kreisen eher die Ausnahme. Auch darin unterscheidet sich Jörg Haider von der Mehrzahl der Politiker, die sich als verlängerter Arm der Machtzentren der ‚westlichen‘ Welt betrachten. Jörg Haider nennt die Diktatur im Irak in einem Atemzug mit Ländern wie China und Israel [6]. Die brutale Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung durch Israel mit einem derart harten Wort zu charakterisieren, fällt aus dem Rahmen, sprengt den Konsens, der in der ‚westlichen‘ Welt herrscht, und ruft wütende Reaktionen hervor. (…) Dieser Jörg Haider, der sich der Steuerung durch die Machtzentren der ‚westlichen‘ Welt entzieht, ist 2008 nach langjähriger Pause und Rückzug in die Landespolitik Kärntens wieder auf dem Weg in die österreichische Bundespolitik. Er erzielt bei den Nationalratswahlen im September mit seiner BZÖ ca. elf Prozent der Stimmen. Zusammen mit der FPÖ, von der Jörg Haider sich im Streit getrennt hatte, ist das ein Stimmenanteil von fast dreißig Prozent – vergleichbar den Ergebnissen von SPÖ und ÖVP. Doch am 08.10.2008 treffen sich Haider und FPÖ-Chef Strache zu einem persönlichen Gespräch und nähern sich wieder an. In der Öffentlichkeit ist von einer möglichen Wiedervereinigung der beiden Parteien die Rede. Zwei bis drei Tage später ist Jörg Haider tot.

(hervorhebung von mir)

so, er entzog sich „der steuerung durch die machtzentren der westlichen welt“ und musste deshalb sterben. interessant. aber auch hier wird dem vorwurf der verschwörungstheorie geschickt gekontert:

Wie in vergleichbaren Fällen üblich wird kritisches Hinterfragen der allgemein verbreiteten Darstellungen mit dem Vorwurf gekontert, es handele sich um Verschwörungstheorien. Abwegig sei es in Erwägung zu ziehen, daß es sich um ein Attentat gehandelt haben könnte, daß der israelische Geheimdienst etwas mit dem Geschehen zu tun haben könnte, daß jemand Haider etwas in ein Getränk geschüttet haben könnte und daß die ‚Delle‘ mit dem Loch im Autodach, die sich genau über den Fahrersitz befindet, Hinweis auf die ‚wahre Ursache‘ für die tödlichen Verletzungen sein könnte.

und am end sind es auch hier die juden (aka der israelische geheimdienst), aber mit verschwörungstheorie hat das natürlich nichts zu tun, neinneinnein. mit verschiedenen, für linke prinzipiell unverträgliche, äußerungen haiders nimmt man es dann auch nicht so genau (nochmals in der erklärung zur veranstaltung bei barth-engelbart):

Wir analysieren, inwieweit die gegen Haider erhobenen
Vorwürfe zutreffen und kommen zu dem Ergebnis, dass die Vorwürfe (teilweise) nicht
gerechtfertigt sind. Es geht z.B. darum herauszufinden, was Jörg Haider von anderen
‘rechten’ Politikern unterscheidet, die bei weitem nicht so ins Schußfeld geraten sind wie
Jörg Haider. Was ist beispielsweise der wesentliche Unterschied zwischen Jörg Haider
und Roland Koch? Und es geht um die Frage, inwieweit das entstandene Jörg-Haider-
Feindbild nachvollziehbar ist und wo nicht, und inwieweit es befördert wurde, weil er
Störfaktor imperialistischer Interessen ist. Es muß gestattet sein, sich mit dem Tod
eines Politikers, dessen Auffassungen und dem Verhalten anderer ihm gegenüber zu
befassen, unabhängig davon, wo er politisch gestanden hat. Wenn wir herausfinden,
daß bestimmte Vorwürfe nicht zutreffen, ist es infam zu behaupten, wir würden den
“Waffen-SS Fan Haider” verharmlosen, und dabei gleichzeitig noch zu suggerieren, wir
würden Freunde der Waffen-SS sein. Wir haben bislang nicht herausfinden können,
was und in welchem Zusammenhang Jörg Haider tatsächlich über die Waffen-SS
gesprochen hat
.

(hervorhebung von mir)

so das konnten sie also nicht herausfinden. hmm, wohl bei all dem zitate von ahmadinejad „richtig“ übersetzen und raussuchen wohl keine zeit mehr zum googlen gehabt. aber ist ja alles systempresse, dem glaubt man nicht als ordentliche_r antiimperialist_in.
das wahnbild, das sich die arbeiterfotografie von der welt gemacht hat, kommt vollendes in einem auf ihrer homepage veröffentlichten mailverkehr zum tragen. während der wm 2006 spielte der iran in frankfurt und ahmadinejad wollte wohl kommen und sich das spiel ansehen (was er nicht tat). es kam zu einer öffentlichen auseinandersetzung, in die sich nazis einmischten mit der ankündigung einer demonstration (die schließlich nicht stattfand). motto: „Präsident Ahmadinedschad ­ Zu Gast bei Freunden Solidrität mit dem Iran!“ darauf wurde die gruppe arbeiterfotografie hingewiesen. sie antwortete:

Es ist interessant und erschreckend zugleich, was da für eine Demonstration geplant ist. Erschreckend daran ist auch, welche Rolle die Nazis spielen (sollen). Es sieht ganz so aus, als ginge es darum, weiter das Feindbild Iran entstehen zu lassen. Indem Nazis sich mit fragwürdigen Aussagen für den Iran stark machen, wird die Position des iranischen Präsidenten diskreditiert.

oha, die solidarischen nazis diskreditieren den präsidenten. uiuiui. woher kommt denn sowas?

Es geht gewissen Kräften darum, den Boden für einen Krieg zu bereiten – den Krieg gegen den Iran. Dazu müssen möglichst viele Menschen erreicht werden, auch die (antifaschistische) Linke. Und das geht in Deutschland mit seiner Vergangenheit besonders gut über das Themenfeld Antisemitismus. Und in diesem Zusammenhang haben auch (mit V-Leuten durchsetzte) Nazi-Organisationen ihre Funktion.

aha, gewissen kräften also geht es darum einen krieg vorzubereiten. und die stiften dann mittels v-leuten die nazis dazu an, doch ahmadinejad zu mögen mit dem gerücht, er sei ein antisemit. denn das ist ja alles falsch:

Aber es ist falsch und gehört zur Kriegshetze, dem iranischen Präsidenten zu unterstellen, er leugne den Holocaust, sei ein Antisemit und plane einen Völkermord an den Juden in Israel. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dies deutlich zu machen. Deshalb nochmal: die Linke darf sich nicht für einen Krieg gegen den Iran einspannen lassen.

alles falsch, er hat niemals die shoa geleugnet, auch keine „holocaust-konferenz“ abgehalten, auf der auschwitz-leugner wie faurrisson sprechen konnten. es kann nicht sein, was nicht sein darf. und wem nützt dies:

Es sind die USA mit ihren Verbündeten incl. Israel, die offensichtlich einen (Atom-)krieg planen, nicht der Iran.

selbstredend, die usa und israel. jawoll, da sind wir wieder beim ausgangspunkt. resümiert heißt das: die usa und israel planen einen atomkrieg gegen den iran, dafür müssen sie aber den boden bereiten. dafür stiften sie den deutschen staatsschutz an, die nazis anzustiften, für ahmadinejad zu demonstrieren, um in zu diskreditieren. und alle fallen drauf rein. sapperlot.
als der mailpartner den arbeiterfotografie-leuten also zurecht bescheinigt, dass sie „wahrscheinlich ein rad abhaben“, können sie sich auch dieses erklären:

Du willst uns offenbar letzten Endes für verrückt erklären. Das erinnert uns an eine Strategie, die wie folgt umschrieben worden ist: „Die wichtigste Aufgabe der Geheimdienste ist die Täuschung der Öffentlichkeit. Der eigentlichen Kausalkette soll niemand auf die Schliche kommen… jeder [wird] für verrückt erklärt…, der die wirklichen Zusammenhänge erahnt oder darstellt.“

und solche leute werden ernsthaft verteidigt im club voltaire und dessen umfeld. paranoide verschwörungstheorie, verteidigung von gestalten wie haider und ahmadinejad, schließlich, anders kann diese welterklärung, die bei allem israel und seinen geheimdienst am werk sieht, nicht mehr qualifiziert werden, antisemitismus. wie solch krudester antiimperialismus noch irgendwie als aufklärung durchgehen kann, ist nicht zu verstehen.
ich hoffe, diese veranstaltung wird nicht unkommentiert über die bühne gehen können. was für arschlöcher!

  1. vorsitzender des club voltaire [zurück]

was tun?

1.) dies hier vielleicht:

2.) oder dies hier:

Irrsinn der Normalität

SAMSTAG 17.10.2009, 20 UHR

Aspekte der Reartikulation des deutschen Nationalismus
Katharina Rhein, Daniel Keil, Robin Mohan u.a. Verlag Westfälisches Dampfboot 2009

Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, Frankfurt,
(NÄHE ALTE OPER/FRESSGASS)
Veranstalter: Club Voltaire

findet jetzt im faitesvotrejeu, klapperfeldstr.5 statt!

Das ungehemmte Feiern schwarz-rot-goldener Einigkeit und Normalität, z.B. während der Fußball-WM in Deutschland, erschien vielen als harmlos. Doch die Reartikulation und Rekonstruktion von Nationalem eröffnet eine riskante Dimension.

Die AutorInnen schärfen deshalb den Blick für Fußball- und Popkultur, aber auch für eine revisionistische Vergangenheitspolitik. Die Renaissance deutschen Nationalismus vollzieht sich auf neuen Schauplätzen. Das Prädikat »deutsch« avancierte zum Leitbegriff in Werbestrategien. So wird im frenetischen »wir« der Alltag national durchdrungen.

Die Projektgruppe Nationalismuskritik lenkt deshalb den Fokus auf kulturindustrielles Amusement und sportliches Arbeitsethos, aber auch auf revisionistische Vergangenheitspolitik, die deutsche Außenpolitik und die »Berliner Republik«.

3.) vielleicht aber auch dies hier:

“Feminismen und ‘Neue Politische Generation’: Wie konstituiert sich feministische Praxis?”
Buchvorstellung und Diskussion mit den Autorinnen Anne Lenz und Laura Paetau
Donnerstag, 15.10.2009, 20.00 Uhr im IvI (Institut für vergleichende Irrelevanz, Kettenhofweg 130)

Wie lassen sich “Feminismus” und “FeministIn sein” heute praktisch denken? Welche Handlungsoptionen sind daraus ableitbar? Welche Wirkungsfelder fokussieren die AktivistInnen? Und auf welche Theorien gründet diese politische Praxis? Anne Lenz und Laura Paetau beleuchten aktuelle feministische Strategien und Ziele in Bezug auf die politische Praxis und deren Organisation. Zu diesem Zweck befragen sie in qualitativen Interviews AktivistInnen aus linken Berliner Gruppierungen, die sich als “Neue Politische Generation” kategorisieren lassen. Es kristallisieren sich Perspektiven für die Politisierung von Geschlechterverhältnissen sowie die vielfältigen Bedeutungen des’F-Worts’ heraus. Neben der Analyse und Typologisierung von Formen und Inhalten aktivistischer Strategien lassen sich Bezüge zur frauenbewegten Praxis und zu poststrukturalistischen feministischen Theorien herstellen. Abseits der im Rampenlicht stehenden Pop-Feminismen offenbaren sich hier Handlungsräume für Feminismus.

Präsentiert vom Autonomen FrauenLesben-Referat der Uni Frankfurt (hier)

oder gar dies hier:

21.10.: konzert mit fluten (hamburg)/ the wind up robots killed my cat (würzburg): hier

dann könnte bis freitag durchgetrunken werden, um in der richtigen verfassung hierfür zu sein:

23.10.: konzert wiederum hier

Kaput Krauts [ punkrock, deutschsprachig]

Quo vadis, Arschloch? Punkrock, schnell, wild, entschlossen, open-minded und mit den besten deutschen Texten dieses Universums. „ein brachialmelodisches Brett erster Kajüte“ schreibt „Visions“ und die müssen das schließlich wissen!

www.kaput-krauts.de / www.myspace.com/kaputkrauts

Front [punkrock, retro]

Stuck in the 80s: Punk wie er mal war, minimalistisch, wild, lofi-trashig, authentisch. Mit großartigen Kostümen, umwerfender Bühnenshow und einem Feeling was seit 10 Jahren keine deutsche Band mehr hinbekommen hat!

www.front-punk.de / www.myspace.com/frontpunk

Nein Nein Nein [punkrock, angepisst]

„Turbostaat meets Circle Jerks auf 45“ mit den angepisstesten deutschen Texten der letzten Zeit. Hier wird der Mittelfinger anstatt des Zeigefingers benutzt und das fehlt dieser (Zombie)-Szene heute viel zu oft. Destroy/Create.

www.neinneinnein.com / www.myspace.com/neineinein

zwischendurch dann vielleicht mal hier vorbeischauen:

Buch & Kritik
Veranstaltungsreihe zur Buchmesse 09 in Frankfurt a. M.

was so an möglicher praxis für die sportorientierte spaßfraktion geboten wird, ist ja auf genug anderen blogs thema.