nun hat auch der club voltaire eine stellungnahme zur veranstaltung mit der arbeiterfotografie und der bandbreite veröffentlicht. die autor_innen der stellungnahme kommen zu dem schluss:
Wir – der Vorstand und die Programmgruppe – haben darauf hin die uns zugänglichen Darstellungen und Wertungen der beiden Auftrittsgruppen geprüft, fanden aber keine Texte und Wertungen, die die Angriffe gegen die Beschuldigten bestätigt oder gerechtfertigt hätten.
fragt sich nur, was sie da geprüft haben – viel kann es nicht gewesen sein. vielleicht hat es auch völlig ausgereicht, dass sich die beschuldigten „zur linken zählen“:
Die so Beschuldigten, die in ihrer z. T. Jahrzehnte währenden, vor allem fotografischer Medienarbeit (s. Anhang), sich zur bundesrepublikanischen Linken zählen und entsprechend auftreten (s. Anhang dazu unten), sehen sich durch die Gegner ihres Auftritts im Club Voltaire denunziert und dem Rufmord ausgesetzt.
diese beiden sätze reichen anscheinend aus, um die mit zahlreichen belegen versehene kritik zu diskreditieren. aber gut, wenn der eingangssatz der stellungnahme folgendermaßen lautet:
Aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen hat sich gegen eine Veranstaltung des Club Voltaire am Freitag, den 09. Oktober, eine Frontstellung von einer Reihe – vor allem jüngerer – Leute in Szene gesetzt.
dann kommt vielleicht doch noch ein anderer grund hinzu. da die kritiker_innen als „jüngere leute“ identifiziert werden, scheint es wohl was mit dem alter zu tun zu haben. denn, so die aussage dieses satzes: jung=irrational. da nutzt es auch nichts, vielfache belege anzuführen, man ist halt noch nicht so lang dabei wie die alten hasen und häsinnen der antiimperialistischen genoss_innen. und dagegen kann halt nicht argumentiert werden.
overdose bleibt am ball und wird die weiteren entwicklungen weiterhin dokumentieren.
3 Antworten auf „auf zur nächsten runde“