dumm, dümmer, rote fahne

auf der website der„roten fahne“ ist auch ein bericht zum gestrigen club voltaire-spektakel veröffentlicht. er fasst sehr schön das paranoide weltbild seines schreibers zusammen. schon die überschrift ist sehr hübsch: „Das Imperium schlägt zurück – und schickt seine neue SA“. er schreibt, dass die veranstaltung „angegriffen“ worden wäre, elias davidson wäre auch von antideutschen „angegriffen“ worden, die kritiker_innen der veranstaltung werden zu „gewalttätern“ stilisiert und selbstverständlich nochmals als „sturmabteilung der imperialen rechten“ bezeichnet. gleichzeitig während bekennende nazis in berlin bei der abschlusskundgebung einer demo “die Antifaschisten, denen wir heute gegenüberstanden” zur “Schutzmacht des internationalen Kapitals” erklärten. ein schelm, wer hier eine übereinstimmung entdeckt. zurück zum gestrigen abend:
wenn der protest denn so gewalttätig war, warum konnte dann davidson wie unten berichtet sich 10 minuten lang beschweren, inmitten unter den gewalttätern der neuen sa? warum konnte einer – ich nehme an es war der schreiberling der roten fahne – bis auf gelächter und ein paar kritische schreie zu ernten, unbehelligt durch die reihen der neuen sa marschieren und seine leier vom faschistischen zionismus ablassen?
vielleicht sollte er lieber nochmal die methoden der historischen sa studieren, die sicherlich nicht mit flugblättern gegen antisemitismus, homphobie und sexismus agitiert hat. auch hat die historische sa meines wissens nach nicht allzu häufig bei arbeiterläden im vorfeld von veranstaltungen die diskussion gesucht.
naja, komisch, dass bei dieser gewalttätigkeit der club voltaire heute noch steht. das müssen „wir“ jetzt leider irgendwie dem imperium erklären, wie denn eine solche nachlässigkeit vorkommen konnte.